Als die Welt noch im Lot war, haben sich die Anhänger unserer Zunft (altmodisch Berater) sehr deutlich in die Sparten Bussinescoach und Personalcoach gespalten. Heute unter dem Druck der sich immer schneller drehenden Weltwirtschaft und zunehmender Vernetzung der Systeme, stimmt diese Einteilung einfach nicht mehr. Eine klare Trennung zwischen Aufgabe und persönlichen Einflüssen ist schlicht falsch. Die Reaktion einer Führungskraft wird immer von ihrer Basis im Privatleben abhängig sein. Je stabiler diese Basis ist, umso gelassener werden Änderungen, erwartete Flexibilität, unerwartete Schläge gemeistert. Ausnahmen wie "geborene Choleriker" bestätigen die Regel, Allerdings haben sie nur noch in der Struktur des Einzelunternehmers eine Möglichkeit entscheidend tätig zu werden.
Das Thema Einzelunternehmer versus Organisation ist mir einen besonderen Blog wert.
Systemisch coachen heisst also den Kunden in seinem ganzen Umfeld abholen und zu umsetzbaren Ergebnissen führen. Wäre da noch die Gefahr, dass sich der Coach selbst zu einem der beiden Lager rechnet. Zumindest in der Theorie weiss jeder von uns, das funktioniert so nicht, unsere Aufgabe lautet begleiten und nicht dominieren! Die Antwort auf die Frage hardcore oder Softi kann also nur sowohl als auch lauten! Womit wir wieder einmal bei der Daueraufgabe eines guten Coach der Selbsterkenntnis und Kontrolle angekommen sind.
Ratschlag: eine grossen Wunderspiegel kaufen und einen Menschen suchen der auch die "blinden Flecken" auf meiner Seele kennt. Frage: Vertrage ich die Mitteilungen über meine Wirkung nach aussen?
13.11.2009 11:49
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